Teil II: Beginn und Aufstieg der Volksläufe
Wie es mit den Stadtläufen weiter ging
Die „Nacht“ ändert ihr Gesicht
Die Organisatoren vom LC Solbad reagierten auf die beginnende Rezession ihrer „Nacht“ durch Halbierung der Distanz auf acht Meilen. Doch eine Wende der in Richtung „normaler Volkslauf“ ließ sich dadurch nicht aufhalten. Das bedeutete: Nicht nur die Läuferzahlen, sondern auch der Zuschauerandrang wurden rückläufig, was sich zwangsläufig auf das begleitende Volksfest sowie dessen Sponsoren und Einnahmen auswirkte. Doch jetzt zahlte es sich aus, dass der LC Solbad über Jahrzehnte neben allerlei Breitensportaktionen stets auch soliden Leistungssport gepflegt hatte. Dessen ehemalige Lokalmatadoren warfen sich nun mit ähnlichem Elan in dem sie früher ihr spitzensportliches Training betrieben hatten, in die Bresche und retteten die „Nacht“
Antje übernahm
Die Langzeit-Leistungsträgerin Antje Strothmann, die als Deutsche Jugend-Vizemeisterin im leichtathletischen Mittelstreckenlauf einmal populär wurde und weiterhin als erfolgreiche Duathletin eine Vorzeigesportlerin Borgholzhausens blieb, übernahm die organisatorische Verantwortung für die „Nacht“, bestens unterstützt vom Laufsport-Brüderpaar Jörn und Dirk Strothmann. Neben der fortlaufenden Weiterführung des Luisenturmlaufes und des Weihnachtscrosses (siehe dazu die Kapitel „Der Jahreswechsellauf in Brakel“ und „Der Borgholzhausener Weihnachtscross“) waren die Solbader unter Antje Strothmanns und Gunnar Feichts Regie auch maßgeblich daran beteiligt, den ins Hintertreffen geratenen leichtathletischen Stadion-Bahnlauf wieder anzukurbeln. Während der Corona-Krise waren sie die ersten in OWL, die mit den Behörden ein machbares Konzept für eine Bahnlauf-Veranstaltung aushandelten, welches danach zum Vorbild für ostwestfälische Folgeveranstalter wurde.