Teil II: Beginn und Aufstieg der Volksläufe
Der Bielefelder Krebshilfe-Marathon
Zu einem einmaligen Höhepunkt im Laufsport Ostwestfalens kam es 1982 durch den Bielefelder Krebshilfe-Marathon, den das in Bielefeld stationierte 1. Corps der Britischen Streitkräfte und die Stadt Bielefeld in sportlicher Zusammenarbeit mit der ASG Teutoburger Wald organisierten. Exakt 2733 Finisher erreichten damals das Ziel am Bielefelder Rathaus und brachten damit diesen Lauf im ersten Jahr der City-Marathonläufe in Deutschland (noch vor dem Berlin-Marathon!) teilnehmermäßig an die Spitze. Rund 120 000,- DM für die deutsche und britische Krebshilfe kamen durch Sponsoren und Startgelder zusammen, und gingen anteilmäßig an das Londoner Royal Free Hospital und die Deutsche Krebshilfe, deren Vorsitzende Mildred Scheel, die Frau des damaligen Bundespräsidenten, persönlich nach Bielefeld kam, um die Spende entgegenzunehmen. Leider sprach sich die Stadt Bielefeld aus verkehrstechnischen Gründen gegen eine weitere Fortsetzung des Krebshilfe-Marathons aus.
Nach dem Startschuss aus einer historischen Kanone wälzte sich das riesige Starterfeld über den Jahnplatz durch die Bielefelder Innenstadt (siehe Foto), um von dort im großen Bogen über Schildesche, Altenhagen und Heepen zum Ziel beim Alten Rathaus zu finden.
Auf der schnellen, exakt vermessene Bielefelder Marathonstrecke kam es zu zahlreichen persönlichen Bestzeiten.
Es siegte Udo Engelbrecht, PSV Kassel, in 2:12 Std. vor Läufern aus dem Britischen Army-Nationalteam.